Der Facebook-Algorithmus

03 Ein großes Thema auf Facebook ist die Reichweite der einzelnen Beiträge. Wie aber funktioniert der Facebook-Algorithmus, der dafür verantwortlich ist, welche Inhalte im Newsfeed gezeigt werden?

Seit 2011 berücksichtigt Facebook 100.000 Faktoren, um den Newsfeed zu optimieren. Da scheint es fast unmöglich, diese Faktoren zu beeinflussen. Verschweigen sollte man auch nicht, dass die organische Reichweite (für die meisten) konstant abnimmt. Der Hauptgrund dafür ist die steigende Konkurrenz im Newsfeed. Was kannst du tun, um deine Inhalte so spannend zu gestalten, dass sie deinen Fans angezeigt werden?

In dieser Folge

  • Die drei wichtigsten Faktoren für den Facebook-Algorithmus
  • Welche Beitragsarten werden bevorzugt angezeigt
  • Warum du in den Beziehungsaufbau zu deinen Fans investieren solltest

Zur Unterstützung und Optimierung deiner Seite und deiner Beiträge empfehle ich dir das Tool LikeAlyzer.

Alle Shownotes zu dieser Episode findest du unter www.katrinhill.com/03

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Meine Empfehlungen für die Optimierung deines Profils: www.katrinhill.com/01
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Der Facebook-Algorithmus im Überblick

Die Reichweite deiner Beiträge hängt von vielen Faktoren ab und wird vom Facebook-Algorithmus gesteuert. Um ein Verständnis für den Facebook-Algorithmus zu bekommen – und dafür, welche Faktoren ihn beeinflussen – schauen wir heute im Besonderen auf die drei wichtigsten Bereiche.

Dafür ist es noch wichtig, einmal auf diese Fragen zu schauen:

  • Wie viele Facebook-Freunde hast du?
  • Wie vielen Facebook-Seiten folgst du?
  • In wie vielen Facebook-Gruppen bist du aktiv?

Einmal angenommen, jeder von uns hat 100 Freunde, folgt 50 Seiten und ist in 30 Gruppen – dann kommen wir bereits auf 180 Kontakte. Wenn jeder dieser Kontakte pro Tag 1 Beitrag postet, sind es schon 180 Beiträge, die wir uns angucken müssten.

Potenziell gibt es durchschnittlich über 3.000 neue Nachrichten pro Facebook Nutzer von Freunden, Veranstaltungen, Gruppen und Seiten. Das kann kein Mensch lesen. Aus diesem Grund filtert Facebook diese Beiträge und zeigt uns nur eine Auswahl an.

  • Wie filtert Facebook die Inhalte und Beiträge, die uns im Newsfeed angezeigt werden?
  • Was kannst du aus Marketingsicht beachten, damit deine Beiträge in die Auswahl aufgenommen werden?

Facebook zeigt dir genau die Inhalte an, die du am meisten sehen willst.

Als Nutzer sollst du möglichst lange auf der Plattform verweilen und das gelingt am besten, wenn du neugierig und interessiert bist, an den Inhalten, die dir gezeigt werden.

Die 3 wichtigsten Faktoren des Facebook-Algorithmus‘

Drei Bereiche sind beim Facebook Algorithmus besonders wichtig: Affinität, Gewichtung und Verfallszeit. Was bedeutet das?

  1. Affinität = Affinity Score

Zeigt wie stark die Beziehung eines Fans zu einer Seite ist. Durch die Interaktion mit der Seite wird diese Beziehung verstärkt.

Wer eine Meldung eines Freundes oder einer Seite kommentiert, „Gefällt-mir“ klickt, einen Beitrag teilt oder eine Nachricht an eine Seite schickt, wird auch zukünftig an einer Meldung dieses Anbieters interessiert sein. Dabei wird eine private Nachricht höher eingestuft als ein Like.

  1. Gewichtung = Weight

Facebook Wertesystem, welches festlegt, welcher Typ von Beiträgen am meisten gesehen wird. Dabei hat jeder Typ eine feste Gewichtung, z.B. haben Videos eine höhere Reichweite als Bilder und Live-Videos wiederum eine höhere Gewichtung als Videos.

Mit der Art der Beiträge „erziehst“ du deine Fans. Postest du zu 90% Bilder und dann einen Link zu einem externen Beitrag, bekommst du mit Sicherheit weniger Reichweite auf den Link. Deine Fans sind an Bilder gewöhnt.

Je mehr und schneller mit einem Beitrag interagiert wird, desto wichtiger scheint er zu sein.

  1. Verfallszeit = Time Decay

Wie lange ist die Erstellung deines Beitrages her?

In der Regel haben unsere Beiträge nur eine auf wenige Tage begrenzte Lebenszeit auf Facebook. Aus Sicht von Facebook sollst du immer mit den neuesten Inhalten und Nachrichten versorgt werden. Je aktueller dein Beitrag, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Beitrag angezeigt wird.

Weitere Facebook-Algorithmus Faktoren im Überblick

Seit 2011 berücksichtigt Facebook 100.000 Faktoren, um den Newsfeed für jeden Nutzer zu optimieren. Hier noch ein paar weitere, die für dich interessant sind:

Die globale Interaktion

Nehmen wir an, du hast auf deiner Facebook-Seite 100 Fans und postest einen Beitrag. Dann sehen diesen in den ersten Stunden ca. 20 Fans und interagieren damit in irgendeiner Weise. Ist unter diesen 20 Fans ein Freund, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch dir dieser Beitrag angezeigt wird.

Diese globale Interaktion – oder Interaktion von Freunden – mit einem Beitrag kann die bisherigen Interaktionen ausschließen. Das bedeutet: Hast du schon länger nicht mit dieser Facebook-Seite interagiert, siehst du den Beitrag trotzdem, weil ein oder zwei deiner Freunde ihn gesehen haben.

Story Bumping

Manchmal siehst du in deinem Newsfeed nicht nur die aktuellsten Beiträge, sondern einen älteren Post vom Vortrag, da dieser eine zweite Chance bekommt. Das passiert beispielsweise, wenn dieser Beitrag sehr hohe Interaktionen erhalten hat.

Last Actor

Dahinter verbirgt sich, dass die letzten 50 Aktionen in die Berechnung des Algorithmus einfließen und ihnen eine höhe Gewichtung zugeteilt wird. Das bedeutet: Postest du als Facebook-Seite nur sehr unregelmäßig, wirst du es sehr schwer haben, im Newsfeed angezeigt zu werden.

Wenn du ein Event planst oder ein anderes wichtiges Ereignis in deinem Business bevorsteht, solltest du schon ein paar Wochen vorher regelmäßig Beiträge posten. Als Faustregel gilt, einmal am Tag zu posten. Aber auch hier gilt: Qualität geht vor Quantität.

Die größte Gewichtung liegt auf den letzten zehn Interaktionen. Wenn du einen richtig guten Beitrag erstellst, der auf Facebook durch die Decke geht, profitierst du von diesem Last-Actor-Faktor besonders.

Unter den weiteren Faktoren, die den Algorithmus steuern, liegt auch die Verweildauer auf einem Beitrag. Wenn dein Video lange angeschaut wird (selbst ohne Ton), erkennt das Facebook. Wenn du einen externen Link klickst, misst Facebook, wie schnell du wieder zu Facebook zurückkehrst.

Auch der Klick auf „Mehr anzeigen…“ erhöht die Reichweite. Hochwertige Nachrichten werden bevorzugt. Das sogenannte Klick-Bating – also das betteln um Likes oder teilen – wird von Facebook bestraft. Werbliche Inhalte werden immer weiter eingeschränkt (das verstehst du, wenn du dein eigenes Verhalten auf Facebook-Werbung beobachtest: In den meisten Fällen wollen wir keine Werbung sehen.)

Den größten Stellenwert haben Nachrichten von deinen Freunden. Auch noch wichtig zu wissen: Das Gerät entscheidet, was angezeigt wird. Auf dem Handy werden weniger Videos angezeigt, weil sie dafür weniger optimiert sind. Und auch die Internetschnelligkeit entscheidet, welche Beiträge man sieht.

Für dich als Seiteninhaber ist es wichtig zu wissen, dass durchschnittlich nur 12-16% der Fans deine Beiträge im Newsfeed sehen. Was du tun kannst, damit du hochwertige Inhalte erstellst, die eine gute Reichweite erzielen, schauen wir uns in den nächsten Folgen auf diesem Podcast an.

Zum Abschluss empfehle ich dir noch ein Tool: LikeAlyzer.com hilft dir bei der Analyse und Optimierung deiner Facebook-Seite und deiner Beiträge.

Ich freue mich auf deine Erkenntnisse und Erfahrungen mit dem Facebook-Algorithmus und meinem Tool Tipp, schreib‘ sie mir gerne in die Kommentare.

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2 Kommentare
  1. Magdalena sagte:

    Vielen Dank für die gut verständlichen Erklärungen. Ich habe noch großen Verbesserungsbedarf bei der Umsetzung.

    Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] live. Facebook wird deinen Mut belohnen, denn Facebook mag regelmäßigen Content (Stichwort Facebook-Algorithmus). Du kannst beispielsweise eine kleine TV-Show planen, in der du wöchentlich zur selben Zeit einen […]

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