Facebook effektiv nutzen – Zeitmanagement Tipps und Tools

13 In unserem Italienurlaub erzählte mir ein Freund, er habe im August für drei Tage sein Smartphone nicht nutzen können und er sei überrascht gewesen, wieviel Zeit er plötzlich hatte.

Du hast es möglicherweise auch schon an deinem eigenen Verhalten gemerkt: „Nur mal eben schnell durch den Newsfeed scrollen“ und schon liest du hier einen Beitrag, folgst dort einem Link oder klickst dich bei einem Freund durch Fotos.

Wieviel Zeit vergeht, wenn du auf Facebook oder auf anderen Social Media Kanälen unterwegs bist, obwohl du einen Blogartikel schreiben oder für einen Vortrag recherchieren wolltest? Wenn du Facebook nicht als Zeitfresser erleben, sondern effektiv für dich und dein Unternehmen nutzen möchtest, habe ich heute ein paar Tipps für dich.

In dieser Folge erfährst du

  • wie ich meine zeitliche Routine auf Facebook gefunden habe
  • welche Apps dich bei deinen Arbeiten unterstützen können
  • mit welchen Tools du deine Beiträge optimieren und planen kannst
  • warum du auch auf Facebook in regelmäßigen Abständen aufräumen solltest

Mit diesen Empfehlungen wird Facebook für dich zu einem effektiven Marketing-Tool.

Alle Shownotes zu dieser Episode findest du unter www.katrinhill.com/13

In der Folge genannte Links

Über das Geheimnis der Reichweite: https://www.katrinhill.com/04

Apps für dein Zeitmanagement
https://anti-social.cc/
https://www.rescuetime.com/
https://freedom.to/

Planungstools
http://www.buffer.com/
https://katrinhill.com/hootsuite
http://www.meetedgar.com/
https://coschedule.com/
http://www.recurpost.com/

Vernetze dich mit mir auf Facebook: www.facebook.com/KatrinHillcom/
Der Facebook-Minikurs für mehr Reichweite: www.katrinhill.com/reichweite

 

Ist Facebook für dich ein Zeitfresser?

Es gibt viele Mittel und Wege dem Facebook-Strudel zu entkommen und das Soziale Netzwerk als effektives Marketing-Tool zu verwenden. Du kennst es sicherlich, dass die Plattform viel Zeit frisst und man sich schwer vom Newsfeed, Informationsflut und Neugier verschließen kann.

Wie man es dennoch schafft und nebenbei Facebook als effektives Marketing-Instrument verwendet, beschreibe ich in diesem Beitrag. Dabei waren auch meine Fans gefragt. In diesem Post antworteten sie mit ihren Erfahrungen, die ich in den Beitrag teilweise integriert habe. So kannst du sehen wie es die anderen machen und musst nicht nur meinen Worten glauben 😉

1. Feste Facebook-Zeiten

Richte dir feste Zeiten ein!

Ein Beispiel für feste Zeiten:

  • 1 Mal in der Woche alle Beiträge planen
  • 2 Mal am Tag 15 Minuten auf Nachrichten und Kommentare reagieren
  • 2 Mal pro Woche 15 bis 30 Minuten in Gruppen aktiv werden

Wie lange du dabei für jede Aktivität verwendest, hängt natürlich von deiner Facebook-Strategie ab. Das ist für jeden anders. Wichtig ist, dass diese Zeiten fest in deinem Kalender stehen.

Sobald ich mit der Aufgabe beginne, stelle ich am PC einen Alarm ein, der mich erinnert wann ich aufhören soll. Das funktioniert wunderbar. Nur der eigene Schweinehund steht einem dann noch im Weg. Auf Facebook ist – trotz der Nachrichten-Reaktionszeit – niemand böse, wenn eine Antwort ein paar Stunden auf sich warten lässt. Hauptsache sie wird beantwortet.

Daniela Offer erzählt, dass sie sich am Wochenende von der Facebook-Seite zurück zieht und das finde ich absolut sinnvoll!

2. Beiträge planen

Das ist zwar bereits im 1. Punkt enthalten, aber ich erwähne es noch einmal separat. Facebook bietet glücklicherweise die Möglichkeit Beiträge auch in der Zukunft zu veröffentlichen.

Dafür klickt man statt auf „Veröffentlichen“ rechts auf den Pfeil und wählt „Beitrag planen“.

Facebook Beitrag planen

Facebook Beitrag planen

Wie du auch fremde Beiträge planen kannst, erfährst du in meinem Video.

Smilla Berlin schreibt: „Wir nutzen nun seit kurzem eines der Planungstools wie Buffer und Hootsuite (30 Tage kostenlos – auch auf Deutsch möglich). Damit lässt sich zum einen interessanter Content sammeln und zum anderen gezielt mit mehreren Personen planen. Die Planung findet dann 1x pro Woche statt. Meist am Wochenende. Da werden dann die Posts für die kommende Woche erstellt. Zusätzlich gibt es natürlich regelmäßige Redaktionsplanung für bestimmte Anlässe oder Feiertage (Ostern, Weihnachten usw.) Für letzteres setzt die Planung bereits im Sommer ein.“

Die Reichweite ist für gewöhnlich beim Posten über externe Apps geringer. Das liegt aber nicht daran, dass Facebook uns bestrafen will, sondern allein an der Tatsache, dass Beiträge über das Tool meist nicht so „hübsch“ sind. Die Vorschau auf Facebook zeigt ganz genau wie der Beitrag zukünftig aussehen wird, so dass man ihn wunderbar optimieren kann. Das ist bei den externen Tools nicht unbedingt der Fall. Beherrscht ihr jedoch die Kunst des Optimierens, sind die Tools eine wunderbare Möglichkeit, um Zeit zu sparen.

Ich selbst plane meine Beiträge bei Facebook und nutze dann Hootsuite, um die Facebook-Beiträge – wenn sie passen – auch in anderen sozialen Netzwerken zu verbreiten – vor allem bei Twitter und Instagram.

3. Aufräumen!

Das Aufräumen ist ein wichtiger Schritt in der Informationsflut. Corinna Thiele schreibt dazu: „Ich versuche mein Facebook für mich übersichtlich zu halten und sortiere immer mal wieder aus. Verlasse Gruppen, die mir nichts nutzen, lösche Nachrichten, die ich nicht mehr brauche, stelle unwichtige Benachrichtigungen ab usw. So bleibt es für mich übersichtlicher und ich spare Zeit, die ich sonst mit suchen verschenkt hätte. Weniger ist in dem Fall wirklich mehr für mich.“ Inga Aeberli sagt sie hat nur noch bestimmte Gruppen in ihren Favoriten abgespeichert. Alle anderen hat sie rapide ausgemistet.

Insbesondere Benachrichtigungen sollten richtig eingestellt werden. Ich lasse mich nicht bei Facebook benachrichtigen, sondern bekomme alle wichtigen Informationen als E-Mail, wie Kommentare, Nachrichten, Einladungen. So werde ich nicht abgelenkt, wenn ich doch mal auf Facebook unterwegs bin und kann selbst entscheiden, wann ich meine E-Mails abarbeite.

Outlook öffne ich nur 2 Mal am Tag, so dass ich auch dort nicht abgelenkt werde, sondern meine festen Zeiten einhalten kann.

Private Benachrichtigungen kannst du hier bearbeiten: www.facebook.com/settings?tab=notifications

Die Benachrichtigung deiner Seite bearbeitest du auf deiner Seite unter „Einstellungen“ → „Benachrichtigungen„.

4. Laptop und Smartphone AUS

Alin Golbs macht es richtig. „Wenn ich heimkomme, wird ab 20 Uhr das Telefon und der Laptop weit weg gelegt, damit ich nicht in Versuchung gerate und konzentriere mich ganz auf meine Familie.“

Feste Arbeitszeiten sind lebenswichtig und tun der Familie und dem eigenen Körper gut. Am besten der Laptop kommt in eine Tasche und das Smartphone wird komplett ausgestellt. Nur so kann man es schaffen, am Essenstisch nicht ständig abgelenkt zu werden.

Apps zum Blockieren von Facebook

Was ich meine sind Apps, die den Social Media Konsum reduzieren.

Davon gibt es viele! Sie blockieren bestimmte Webseiten für eine gewisse Zeit und so kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Ich selbst nutze Anti-Social. Es kostet einmalig $15, ist aber jeden Cent wert.

Andere Tools wären Freedom und RescueTime. Das letztere speichert alle deine besuchten Seiten und zeigt dir, wo du deine Zeit verplemperst. Sehr sinnvoll, wenn man sich einen Zeitplan machen möchte. Es gibt sicherlich noch weitere Apps dafür. Wenn du eines kennst, schreibe doch einen Kommentar!

5. Prioritäten setzen

Karin Tacks von Leuchtendhell hat zu diesem Thema ganz klare Worte. „Ich mache erst alles Wichtige, Facebook kommt erst zum Schluss. Oft habe ich eine To Do Liste, wo ich mir selber erst erlaube Facebook zu machen, wenn alles andere fertig ist. Denn es frisst nicht nur Zeit, sondern auch meine Kreativität, es saugt mich regelrecht aus.”

Damit hat sie vollkommen Recht. Facebook ist eben ein Zeitfresser, daher sollte insbesondere das Konsumieren unbedingt eingeschränkt werden. Die Inhalte erstellen ist eine Sache – die ruhig etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen sollte. Aber sinnlos und wahllos auf Facebook – aus Langeweile oder Ablenkung zu surfen – ist kontraproduktiv.

Konsumieren einschränken

Stefanie Kruse schreibt, dass bei ihr das Konsumieren sehr viel mehr Zeit als das eigentlich Produzieren von Inhalten für ihre Seite frisst. „Ich bin halt auch privat auf Facebook viel unterwegs und so schau ich doch öfter mal rein… Und da ich auch viele andere Blogger abonniert habe, finde ich immer wieder Posts, die mich inspirieren, wo ich kommentieren will usw… Da bleibt man dann schon mal einige Minuten bis Stunden hängen… Ich versuche jetzt konsequent die „Beitrag Speichern“ Funktion zu nutzen und hab mir 2 feste Blöcke pro Woche für das Thema Social Media und Netzwerken freigehalten.“

6. Alte Beiträge wiederverwenden

Poste in regelmäßigen Abständen auch alte Beiträge, Videos und Blogartikel. Du hast in die Erstellung dieser Inhalte viel Zeit investiert und sie haben gut performt – nutze es! Werte dafür die Statistiken auf Facebook und auf deinem Blog aus.

Ich nutze externe Tools wie Hootsuite und RecurPost. Dort plane ich, welche Beiträge in welchem Zeitabstand erneut gepostet werden. In regelmäßigen Abständen überprüfe ich die Inhalte auch hier und räume auf, alles andere erfolgt dann automatisiert.

Du musst auch keine Angst haben, dass deine Fans alle diese Beiträge bereits kennen. Nur ein Teil von ihnen hat sie überhaupt angezeigt bekommen. Auch kann es sein, dass das Thema des Beitrages zu einem späteren Zeitpunkt erst für deine Leser von Interesse ist.

Zusammenfassung: Facebook effektiv nutzen

  1. Feste Zeiten für das Konsumieren und Kommentieren im Kalender eintragen
  2. Alarm beim Start einstellen
  3. Konsumieren über Listen anstatt über den Newsfeed, um die wichtigen Informationen auszufiltern
  4. Nur selten über den eigentlichen Newsfeed konsumieren (Keine Angst! Du verpasst nichts Wichtiges!)
  5. In regelmäßigen Abständen aufräumen (Gruppen, Seiten, Freunde)
  6. Am Ende der Zeit die Sozialen Netzwerke blockieren, z.B. mit einer App wie Anti-Social
  7. Handybenachrichtigungen abschalten oder besser noch: Internet während der Arbeitszeit deaktivieren
  8. Wichtige Links, Beiträge und Videos per „Speichern“-Funktion abspeichern und später lesen/sehen (zu einer im Kalender festgelegten Zeit mit Alarm!)

Samy Supa schreibt: „Ich verplemper meine Zeit eher damit andere Seiten anzuschauen und zu kommentieren. Das is was ich mir für meine Seite auch wünsche 🙂 Jeden Tag mindestens ne halbe bis ganze Stunde nur für Kommentare bei tollen Seiten :-)“

Dazu muss ich sagen, dass Samy sicherlich übertreibt. Nimmt man nur 30 Minuten pro Tag und nur Montag bis Freitag, so sind es über 10 Stunden, die dafür im Monat drauf gehen. Viel zu viel meiner Meinung nach. Es wäre besser, in den 10 Stunden zu lernen wie man effektiv Werbeanzeigen erstellt, einen Newsletter verschickt oder die Webseite optimiert.


Fazit

Sabine Nuffer hat wunderbar zusammengefasst wie man Facebook effektiv nutzen kann. „Wenn man sich die Zeit nimmt und einplant in den Workflow, dann ist es auch kein Zeitfresser. Eine gute Planung ist alles, konsequent muss man sein und sich nicht verleiten lassen, gleichzeitig auf mehreren Kanälen zu arbeiten. Nach Ernst Ferstl:

Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt. 🙂 

Jetzt muss ich hier auch schnell wieder weg, da ich sonst meiner Zeitplanung heute nicht gerecht werde…“.

Deine Erfahrungen mit Facebook und wie du deine Zeiten planst, interessieren mich sehr. Ich freu mich auf deine Kommentare.

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3 Kommentare
  1. Bender Ulrike says:

    guter Artikle, sehe ich ähnlich! ABER viel zeitfressender als den „Konsum“ in Sachen Fanpage finde ich aber die Verlockung immer mal wieder auf das private Profil zu schielen was da so geht… das habe ich grundsätzlich abgestellt und schaue da nur noch kurz morgens rein. Hier kann man wirklich viel viel Zeit verbummeln und ich denke die wenigsten geben zu, das sie oft der Versuchung erliegen…
    Hootssuite werde ich mir ansehen.
    allerdings finde ich, das grade Anfragen / Posts von Kunden sehr zeitnah ( um 1-2 Stunden beantwortet werden sollten. Da sehe ich dann eine Blockierung eher als kontraproduktiv an.

    Antworten

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