Verkaufen auf Facebook, ohne zu verkaufen

39 Immer noch nutzen Unternehmer Facebook als Verkaufsplattform und gehen dabei zum Teil äußerst plump oder sehr aggressiv vor. Ich wiederhole mich gerne: Die Menschen sind nicht auf Facebook, um sich etwas verkaufen zu lassen.

Dennoch kannst du Facebook nutzen, um deine Produkte oder Dienstleistungen erfolgreich zu verkaufen. Dabei sind Interesse, Authentizität und eine besondere Strategie gefragt.

In dieser Folge

  • erkläre ich dir, wie du deine Community auf den Verkauf neugierig machst
  • verrate ich dir, wie du deine Fans in die Produktentwicklung einbeziehst
  • stelle ich dir meine erfolgreiche Seeding-Strategie vor

Wenn du mit deiner Verkaufsstrategie auf Facebook bereits erfolgreich bist, freue ich mich auf deine Nachricht unter mail@katrinhill.com – und vielleicht kann ich dich in einer meiner nächsten Podcastfolgen dazu interviewen?

Alle Shownotes zu dieser Episode findest du unter www.katrinhill.com/39

Folge hier anhören und mit Freunden teilen:

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In der Folge genannte Links

Der Kurs zum Messenger Bot: www.katrinhill.com/fbbotkurs
Podcastfolge 25 – Was man mit Messenger Bots machen kann: www.katrinhill.com/25-was-man-mit-messenger-bots-machen-kann
Vernetze dich mit mir auf Facebook: www.facebook.com/KatrinHillcom
Der Facebook-Minikurs für mehr Reichweite: www.katrinhill.com/reichweite

Verkaufen auf Facebook, ohne zu verkaufen

Auf Facebook geht es in erster Linie um die Community – das hast du mich schon oft sagen hören, wenn du mir etwas länger folgst. Gerade auf Facebook-Seiten fällt mir jedoch häufig auf, dass deren Betreiber länger nichts gepostet haben und erst, wenn sie ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung bewerben, sehr aktiv werden.

Hier passieren schon die ersten Fehler:

  • in jedem Beitrag wird auf das neue Produkt oder die Dienstleistung verlinkt
  • in jedem Beitrag steht die Aufforderung: Kauf das!

Nutzer, die eine Werbeanzeige als solche zu erkennen ist, ignorieren sie meistens und reagieren genervt. Denn sie sind nicht auf Facebook, um sich etwas verkaufen zu lassen. Wenn sie dich nur verkaufend wahrnehmen, werden sie dir nicht lange folgen.

Worauf solltest du achten, wenn du auf Facebook verkaufen möchtest?

Von meinem Coach Sigrun habe ich die Strategie des Seeding gelernt – was ich übersetzen würde mit „einen Samen säen“. 🌱

Im Online-Marketing steht es dafür, dass wir eine interessante Ankündigung oder einen spannenden Beitrag veröffentlichen, der gefällt, häufig geteilt wird und dann viral geht.

Ich nutze diese Strategie wie Sigrun dafür, meine Zielgruppe darauf vorbereiten, dass sie in der nahen Zukunft Werbung von mir erhalten wird. Als Sigrun ihren SOMBA-Kurs verkauft hat, erzählte sie erst einmal von dem geplanten Retreat auf Island, sprach ab Oktober 2016 von dem Event und verkaufte den Kurs ab Januar 2017.

Du verkaufst ein Produkt, bevor es dieses zu kaufen gibt. Bereits während der Entwicklungsphase baust du Spannung auf und machst deine Community neugierig. Wenn du beispielsweise einen Onlinekurs mit vier Modulen verkaufen möchtest, nutzt du diese Strategie und

  • lässt Teilnehmer und Fans an der Idee teilhaben
  • fragst bei einigen Aspekten nach ihrer Meinung
  • erzählst etwas genauer von einem Modul
  • oder lässt sie zwischen zwei Themen entscheiden

Vorteil: Deine Fans werden auf deinen Onlinekurs aufmerksam und du planst ihn nicht an ihnen vorbei. Seeding ist für mich eine der schönsten Möglichkeiten, auf Facebook Marketing zu betreiben und zu verkaufen.

Ich nutze dafür nicht nur meine Facebook-Seite, sondern auch mein Profil und meine Gruppe. Für ein Verkaufswebinar beispielsweise bedeutet das: Ich erzähle auf verschiedenen Plattformen von meinem neuen Projekt, poste aber keinen Link zum Webinar. Dafür schalte ich eine Anzeige. Meine Fans hören und sehen vor dem Webinar auf unterschiedlichen Kanälen davon:

  • in einem Beitrag auf meinem Profil
  • auf Instagram
  • in einer Facebook-Story
  • auf meiner Facebook-Seite
  • in meiner Gruppe

Guck also ein paar Monate in die Zukunft und binde bevorstehende Projekte in deine Contentstrategie ein.

Für meinen Masterkurs habe ich beispielsweise nach dem Start einmal einen Beitrag auf meinem Profil gepostet: Der erste fünfstellige Launch einer Masterkurs-Teilnehmerin ist beendet. Dafür habe ich über 100 Likes bekommen. Und obwohl der nächste Kurs erst Monate später wieder verfügbar war, habe ich ihn „verkauft“. Denn dieser Beitrag bezeugte meine Kompetenz. In dem Moment verkaufe ich kein Produkt, sondern meine Expertise.

Organische Reichweite auf Facebook ohne großes Werbebudget

Innerhalb eines Launches oder während eines Kurses kannst du einen positiven Kommentar aus der Teilnehmergruppe als Screenshot auf deiner Facebook-Seite posten (Einwilligung der Teilnehmer vorausgesetzt). In dem Moment ist es die Aussage eines Kunden, die deine Expertise unterstreicht und für dich verkauft.

Sammle Teilnehmerstimmen für die Bewerbung eines Produkts oder einer Dienstleistung – noch besser sind Interviews mit deinen Kunden.

Ich interviewe meine zukünftige Kunden, also Menschen, die einen Kurs gekauft haben und frage nach den Vorstellungen und Zielen. Ziel ist es dabei, dass sich deine Fans mit den Problemen oder Zielen dieser Person identifizieren und sich dein Produkt oder deine Dienstleistung merken.

Setze Links sparsam und überzeuge mit Teilnehmerstimmen. Entscheidend ist, dass du auch außerhalb eines Launches hilfreichen Content lieferst und deine Community immer wieder in Teile deines Business‘ miteinbeziehst.

Wenn du einen Launch planst, informiere deine Zielgruppe vorher

Erzähle deiner Zielgruppe rechtzeitig vor einem Launch von deinem neuen Produkt. Ich empfehle eine mindestens 3-monatige Pre-Launch-Phase.

Für meinen Messenger Bot-Kurs habe ich das sehr erfolgreich getan und in verschiedenen Beiträgen und einer besonderen Podcastfolge erklärt, was ein Messenger Bot überhaupt ist
und warum es sinnvoll ist, ihn einzusetzen.

Parallel habe ich auf eine Warteliste zum Kurs eingeladen und Informationen rechtzeitig vor Kursstart an diese Liste angekündigt.

Kein Call-to-action in Beiträgen, die eine neue Zielgruppe erreichen

Ich kombiniere meine Beiträge, die einen Verkaufslink enthalten, gerne mit einem Extra-Tipp. Auf meiner Seite habe ich vor wenigen Tagen einen Beitrag veröffentlicht, wie ich auf Facebook interagiere. Auf der diesjährigen Social Media Marketing World in San Diego wurde ein Fotobeitrag mehrfach verwendet, der mich auf dem Facebook Communities Summit in London zeigt. In meinem Beitrag erzähle ich davon,

  • wie dieses Foto entstanden ist
  • mache Werbung für eine meiner Podcastfolgen
  • und verkaufe das virtuelle Ticket zur Social Media Marketing World

Ich teile in einem Beitrag also etwas, über das ich mich freue, verkaufe mit einem Affiliate-Link und gebe einen Tipp für mehr Interaktionen.

Bevor du das nächste Mal etwas verkaufen möchtest, beziehe deine Fans mit ein und probiere das Seeding einmal aus. Ich freue mich zu hören, wie es bei dir funktioniert.

Lass mich daran teilhaben, mit welcher Strategie du auf Facebook verkaufst. Ich suche immer schöne und erfolgreiche Beispiele, die ich dann gerne in anderen Podcasts weiterverwende. Schreib mir eine E-Mail an mail@katrinhill.com mit deinen tollen Tipps und vielleicht kann ich dich dann für meinen Podcast interviewen.

Übrigens: Mein neues Freebie ist online – du findest es auf meiner Webseite und auch auf meiner Facebook-Seite. Das Thema: Messenger Bots. Schau vorbei 🎁

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5 Kommentare
  1. Annemarie sagte:

    Liebe Katrin, wie macht man das, wenn man viel zu verkaufen hat, nicht nur einen Kurs im Quartal sondern einen pro Tag oder in der Woche – zum Beispiel?
    Liebe Grüße, Annemarie

    Antworten
    • Katrin
      Katrin sagte:

      Hallo Annemarie,
      auch dann müssen dich deine Fans erstmal kennenlernen. Wenn du nur Werbung postest, wird das nichts. In so einem Fall empfehle ich dir über die Seite eher keine Werbung zu posten, sondern eher das Seeding zu verwenden und neugierig machen. Anschließend kannst du Werbeanzeigen mit deinen Produkten schalten an alle die, die mit deiner Seite interagiert haben. Die Zielgruppe ist dann schon warm und bekommt gezielte Produkte angezeigt 😉

      Antworten

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